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Verse und Strichzeichnungen
zur Erinnerung an besondere Jagderlebnisse.

( Auszug aus dem Jagdbuch "Als Jäger unterwegs" )

Der Sachsenhirsch

Durchs Birkenbruch die frühe Pirsch,
zur Brunft gilt sie dem Sachsenhirsch.

Stehend gehend schleich ich an,
den guten Brunfthirsch nah heran.

Doch das Alttier, nicht mehr sicher,
trollt vorweg vor seinem Ritter.

Hin zur Schneise, die sie queren,
mir die Chance nun gewähren.

In das Ziel der Büchse rein,
zieht der Recke jetzt hinein.

Tödlich trifft ihn hier das Blei,
Hirsch tot, Brunft aus und vorbei.

   

 

Damhirschbrunft

Durch das lichte Stangenholz,
zieht der Damhirsch voller Stolz,
rülpsend vor dem Kahlwild her,
mit den Schaufeln breit und schwer.

Tut sich in die Kuhle nieder,
braucht nun Rast für seine Glieder.
Als vorbei die Ruhezeit,
steht der Jäger schon bereit.

An der Eiche still und fest,
bis im Knall er fliegen lässt,
seine Kugel in das Leben,
das der Hirsch dann abgegeben.

Tritt heran an seine Beute,
ach, wie ist er glücklich heute.
Fort sind Zweifel, seine Not,
Jagd vorbei, Damhirsch tot

Gamsjagd

Bergan, bergan die Pirsch begann,
auf Gams schon früh im finstren Tann.

Bergan, bergan wir steigen ein,
durch schroffen Fels die Klamm hinein.

Bergan, bergan unerreichbar weit,
die Gams zieht vor mir scheibenbreit.

Bergan, bergan zum Gipfel rauf,
da endlich bin ich sauber drauf.

Bergab, bergab hinab mit Beute,
das ist normal des Jägers Freude.

Bergab, bergab im letzten Strahl,
der Sonne jedoch auch fatal.

Bergab, bergab mit Glück und Wunden,
den Schutz der Hütte doch gefunden.

 

Das Teufelein

Der kleine Muffel im Gestein,
mit seinen Hörnlein schwach und fein,
sah aus wie kleines Teufellein.

Des Jägers Büchse ihn bedroht,
durch Neugier er gerät in Not,
die Kugel trifft ihn – Muffel tot.

 

 

An jedem Spruch ist was Wahres dran ...

( eine  Auswahl von Jagdsprüchen aus den Büchern des Jagdbuchautors )

Tust Du den Pirschweg sauber fegen,
kannst Du das Wild vielleicht erlegen.

Der Fuchs schnürt gern in einer Spur,
wenn vorher dort ein Wagen fuhr.

Nach dem Gewitter musst Du sitzen,
weil dann die Böcke gerne flitzen.

Hörst du beim Angehen das Alttier mahnen,
kannst Du getrost von dannen lahmen.

Liegt der Hirsch nicht im Knall,
schieß weiter drauf, in jedem Fall.

Der Keiler geht Dir an die Beine,
so lang gebrauchen kann er seine.

Liegt die wunde Sau im Halmenwald,
geh nicht hin und warte halt.

Mit ungenauer Büchse,
trifft der Jäger keine Füchse.

Die Sau ist schlau bei Tag und Nacht
und weiß, wo gern die Büchse kracht.

Wenn der Hirsch schreit,
hat der Jäger für nichts Andres Zeit.

Willst Du bleiben heil und munter,
geh bedacht die Leiter runter.

Steht das Wild im Feld sehr weit,
bringt manch Schuss ihm Qual und Leid.

Pirschst Du ins Gebirg hinein,
nimm nur mit was es muss sein.

Schießt der Jäger mit viel Hast,
wird ihm die Jagd bald zur Last

Arbeit und Jagen halten dich schlank,
schwitzen und Zugluft machen dich krank.

Macht im Juni der Rehbock sich rar
vertrau auf die Blattzeit - dann ist er da.

Bist Du nicht sicher bei dem Schuss,
macht das Jagen Dir Verdrus

Alle Rechte vorbehalten. Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung durch den Autor
Hans-Peter Lorang, Saarstr. 6, 54422 Neuhütten

Weitere Verse aus meiner Feder auch unter:

die schönsten Gedichte - www.gedichte-oase.de

 
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